0,6 Prozent Mietsteigerung im vergangenen Jahr

Die privaten Kleinvermieter stellen den absoluten Löwenanteil des Wohnraums in Deutschland zur Verfügung. Dabei handeln sie nach anderen Werten, als große Immobilienfirmen. Eine Befragung von Haus & Grund Deutschland belegt jetzt die soziale Verantwortung privater Kleinvermieter mit Zahlen: Private Vermieter sorgen für stabile Mieten und investieren viel in regenerative Energien.

Berlin. Die Mieten bei privaten Vermietern sind im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent gestiegen. Sie lagen im Durchschnitt 2,67 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Das geht aus einer Befragung des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland unter seinen Mitgliedern hervor. „Private Vermieter sind an langfristig sicheren Einnahmen interessiert. Sie verzichten eher auf den ein oder anderen Euro, wenn stattdessen der Mieter länger in der Wohnung bleibt“, bringt Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Ergebnisse auf den Punkt.

Er ergänzt, dass 63,1 Prozent der privaten Vermieter in den aktuell laufenden Mietverhältnissen die Miete bislang nicht erhöht haben. 23,3 Prozent gaben zudem an, ausschließlich bei einem Mieterwechsel die Miete zu erhöhen. Warnecke wies auch darauf hin, dass die privaten Vermieter nicht nur ihrer sozialen Verantwortung nachkommen, sondern ebenso ihrer umweltpolitischen: In 10,6 Prozent der Wohnungen privater Vermieter werden regenerative Energien genutzt. Bundesweit sind es nur gut 5 Prozent.

Private Vermieter in den Fokus der Politik rücken

„Unsere Befragung bestätigt, dass private Vermieter von der Politik grundsätzlich anders als große Immobilienunternehmen behandelt werden müssen. Nicht immer noch mehr miet- und ordnungsrechtliche Gängelungen, sondern Kooperation muss das Gebot sein. Das muss sich im Koalitionsvertrag nach der Bundestagswahl widerspiegeln, wenn wir auch in Zukunft qualitativ gute Wohnungen zu fairen Preisen haben möchten“, fordert Warnecke abschließend.

Zur Haus & Grund-Vermieterbefragung: In die Auswertung sind Angaben zu 5.788 Wohnungen von 2.802 privaten Vermietern eingegangen. Die Befragung wurde schriftlich in neun Regionen durchgeführt, die den bundesweiten Wohnungsmarkt bezüglich Einwohnerdichte, Einwohnerentwicklung und Wirtschaftskraft repräsentieren: München, Düsseldorf, Tübingen, Osnabrück, Kassel, Lübeck, Gelsenkirchen, Magdeburg, Pirmasens.

Die wichtigsten Fakten zur Vermieterbefragung:

• Die Miete bei privaten Vermietern liegt im Durchschnitt 2,67 Prozent unter der ortsüblichen
   Vergleichsmiete.
• 23,3 Prozent der privaten Vermieter erhöht die Miete ausschließlich bei einem Mieterwechsel
• 63,1 Prozent der privaten Vermieter haben im laufenden Mietverhältnis noch nie die Miete
   erhöht.
• In 10,6 Prozent der Wohnungen privater Vermieter werden regenerative Energien genutzt.
   Bundesweit sind es nur gut 5 Prozent.

Die vollständigen Ergebnisse der Vermieterbefragung können Sie hier herunterladen.

 

 

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