Jetzt Heizung entlüften – was Verbraucher beachten sollten

Der September hat kühles Schmuddelwetter gebracht – aus diesem Sommer ist endgültig die Luft raus. Höchste Zeit also, die Heizung für die anstehende Heizperiode fit zu machen. Und das heißt: Auch aus der Heizungsanlage muss die Luft raus! Denn wer will schon mit gluckernden Heizkörpern Energie verschwenden? Haus & Grund erklärt, was bei der Entlüftung zu beachten ist.

Düsseldorf. Wer ein paar Tipps berücksichtigt, kann seine Heizung selbst entlüften und damit die Funktion der Anlage verbessern.  Der Vorsitzende von Haus & Grund Rheinland, Prof. Dr. Peter Rasche, erklärt: „Zuerst sollte man den Wasserdruck in der Heizung prüfen. Ist er zu niedrig, muss Wasser nachgefüllt werden. Dabei hilft die Bedienungsanleitung der Anlage.“ Dann heißt es: Heizung abstellen und etwa eine Stunde lang warten. Denn eine Entlüftung funktioniert nur bei stehender Umwälzpumpe – und nachdem sich die Luft im System gesammelt hat.

Im nächsten Schritt sollten die Thermostate aller Heizkörper voll aufgedreht werden. Nun kann man mit dem Entlüftungsschlüssel von einem Heizkörper zum Nächsten gehen und das Entlüftungsventil gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen. „Beginnen Sie immer mit dem Heizkörper, der sich am nächsten an der Heizanlage befindet und arbeiten Sie sich dann von der Anlage weg“, empfiehlt Peter Rasche. „Wenn Sie das Ventil aufdrehen, halten Sie einen Becher darunter. Wenn die Luft mit einem Zischen aus dem Heizkörper entwichen ist, folgt nämlich das Wasser. Dann drehen Sie das Ventil schnell wieder zu.“

Richtig eingestellte Heizung spart Energie und erhöht den Wohnkomfort

Wenn alle Heizkörper entlüftet sind, dreht man sie auf Stufe 3 zurück und schaltet die Heizanlage wieder ein. „Prüfen Sie dann nochmal den Wasserdruck. Wenn beim Entlüften zu viel Wasser ausgeströmt ist, könnte der Druck zu niedrig sein. Dann müssten Sie noch mal nachfüllen“, gibt Erik Uwe Amaya zu bedenken. Der Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland empfiehlt außerdem: „Schauen Sie ein paar Stunden später nochmal nach der Heizung. Wenn nicht alle Heizkörper richtig warm werden oder Geräusche machen, bitten Sie einen Heizungsinstallateur, die Anlage anzusehen.“

Verbandsjurist Amaya hat auch noch einen Tipp für Vermieter: „Wenn es im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart ist, können Vermieter die Kosten für die Wartung der Heizung auf die Mieter umlegen.“ Von einer richtig eingestellten Heizung profitieren Mieter und selbstnutzende Eigentümer, gleichermaßen: Es werden Energie gespart und Geräusche vermieden.

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