Nach dem Unglück in Mülheim: Was schützt vor Kohlenmonoxid?

Der tragische Tod eines 14-Jährigen Mülheimers bewegt dieser Tage die Menschen in NRW. Der junge Mann war offenbar durch Kohlenmonoxid gestorben, dass aus der Gasheizung seiner Wohnung kam. Jedes Jahr gibt es in Deutschland rund 4.000 Fälle von Vergiftungen durch das nicht wahrnehmbare Gas. Haus & Grund Rheinland informiert über Ursachen und Gegenmaßnahmen.

Düsseldorf/Mülheim an der Ruhr. Schon wieder hat Kohlenmonoxid (CO) in NRW ein Menschenleben gefordert. Angehörige hatten den 14-Jährigen Jungen am späten Sonntagnachmittag bewusstlos in Badezimmer ihrer Wohnung in Mülheim an der Ruhr gefunden. Sie alarmierten den Rettungsdienst. Als die Sanitäter vor Ort eintrafen, schlugen ihre CO-Warnmelder an. Trotz aller Wiederbelebungsversuche starb der junge Mann noch im Rettungswagen.

Die beiden Rettungssanitäter mussten mit erhöhten Kohlenmonoxid-Werten ins Krankenhaus. Weitere vier Hausbewohner kamen vorsichtshalber ebenfalls in die Klinik. Inzwischen hat die Polizei mitgeteilt, die Obduktion des Toten habe den Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung  bestätigt. Die Ermittlungen dauern an. Laut Medienberichten geht die Feuerwehr allerdings davon aus, dass die Gastherme für das Unglück verantwortlich ist: Die Einsatzkräfte fanden vor Ort kein anderes Gerät, das CO freisetzen könnte.

Geruchloses Gas: CO-Melder retten Leben

„Kohlenmonoxid ist ein heimtückisches Gas, weil es geruchlos, geschmacksfrei und farblos ist“, erklärt Prof. Dr. Peter Rasche, Vorsitzender von Haus & Grund Rheinland. „Menschen können eine erhöhte CO-Konzentration in der Atemluft daher nicht bemerken, bevor es zu spät ist.“ Schon kleine Mengen des Gases führen in kürzester Zeit zum Tod. Gasthermen können das Gas abgeben, wenn sie nicht genügend Luft für die Verbrennung bekommen. Auch ein verschmutzter oder überlasteter Brenner kann für einen solchen Gasaustritt sorgen. Aber auch ein Vogelnest im Schornstein kann einen hohen CO-Gehalt in der Raumluft erzeugen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Heizanlage durch den Schornsteinfeger ist deswegen wichtig. „Außerdem sind CO-Warnmelder eine wichtige Schutzmaßnahme“, empfiehlt Erik Uwe Amaya. Der Verbandsdirektor von Haus & Grund meint: „Die Geräte sind genauso wichtig wie Rauchmelder – auch wenn sie bislang nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.“ Von einer solchen gesetzlichen Pflicht ist NRW nach Amayas Einschätzung noch weit entfernt.

Auch wenn es im aktuellen Fall in Mülheim ganz danach aussieht, dass die Gastherme schuld war: Eine Heizung ist nicht die einzige mögliche Quelle für Kohlenmonoxid. Viele weitere Informationen zu möglichen CO-Quellen und Vorsichtsmaßnahmen finden sich hier. Wer mit einem CO-Melder auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich an die Haus & Grund Rheinland Verlag und Service GmbH wenden. Hier können moderne CO-Warnmelder günstig bezogen werden.

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