Neue Opposition im NRW-Landtag: Haus & Grund trifft weitere wohnungspolitische Sprecher

Nach der Sommerpause ist der neue Landtag in NRW voll in die inhaltliche Arbeit der neuen Legislaturperiode gestartet. Gerade in der Wohnungspolitik stehen dabei einige Themen auf der Tagesordnung. Haus & Grund Rheinland hat deswegen Gespräche mit den wohnungspolitischen Sprechern aller Landtagsfraktionen vereinbart. Inzwischen hat es auch erste Gespräche mit der Opposition gegeben.

Düsseldorf. Haus & Grund Rheinland setzt sich seit jeher mit Erfolg in der Politik für die Interessen der rheinischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer ein. Grundpfeiler dieser Arbeit sind die guten Kontakte zu den im Landtag vertretenen politischen Parteien. Nach der Landtagswahl hat der Landesverband deswegen den Gesprächsfaden zu den Fraktionen des Landtages wieder aufgenommen.

Da Haus & Grund Rheinland parteipolitisch ungebunden ist, geht der Landesverband nicht nur wie berichtet auf die Fraktionen der neuen Regierungskoalition zu. Auch mit den Oppositionsparteien im neuen Landtag pflegt der rheinische Verband den Kontakt. Bei den Gesprächen mit der Opposition übernahm das eine kleine Delegation: Verbandsdirektor Erik Uwe Amaya und Schatzmeister Dr. Johann Werner Fliescher – zugleich Vorstandsvorsitzender von Haus & Grund Düsseldorf – sowie beim Treffen mit der SPD auch Thomas Tewes, der Hauptgeschäftsführer des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888.

Nur zwei Tage nach den Gesprächen mit FDP und CDU empfing Sven Wolf die Haus & Grund Rheinland-Delegation im Landtag. Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion ist seit den Landtagswahlen neu im Amt. Seine Vorgängerin Sarah Philipp hat dagegen den stellvertretenden Fraktionsvorsitz übernommen. Mit dem aus Remscheid stammenden Sven Wolf führten die Vertreter von Haus & Grund Rheinland einen intensiven Meinungsaustausch.

Meinungsaustausch mit der SPD: Wenig inhaltliche Gemeinsamkeiten

„Wir konnten Gemeinsamkeiten feststellen, als es um die Frage ging, den Speckgürtel der Ballungsräume wie zum Beispiel Remscheid durch eine Verbesserung der Infrastruktur zu stärken, um die angespannten Wohnungsmärkte zu entlasten“, stellte Erik Uwe Amaya nach dem Gespräch fest. Viele inhaltliche Gemeinsamkeiten konnte die Delegation von Haus & Grund Rheinland derzeit nicht ausmachen. Das war auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen: Der Landesverband hatte die Wohnungs- und Baupolitik der im Mai abgewählten, SPD-geführten Regierung häufiger kritisieren müssen. „Trotzdem ist es uns wichtig, den Kontakt zu den Sozialdemokraten zu pflegen“, betonte Amaya.

Auch mit Bündnis90/Die Grünen hat Haus & Grund Rheinland den Gesprächsfaden nach der Landtagswahl wieder aufgenommen. Ein Treffen mit dem wohnungspolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Arndt Klocke, ist für den 11. Januar vereinbart. Ein früheres Treffen war nach Auskunft der Partei aus terminlichen Gründen nicht einzurichten. Über das Gespräch informiert der Landesverband im Januar mit einem Artikel auf seiner Website.

Neu ist im Landtag die Fraktion der AfD. Sie hat Roger Beckamp zu ihrem wohnungspolitischen Sprecher bestimmt. Das Gespräch der Haus & Grund Rheinland-Delegation mit Roger Beckamp stand im Zeichen eines ersten Kennenlernens. Es wurden einige politische Standpunkte ausgetauscht. So fordert die AfD die Erhöhung des Wohngeldes zulasten der sozialen Wohnraumförderung. Dabei erkundigten sich die Vertreter des Landesverbandes auch nach dem Zustand und der möglichen weiteren Entwicklung der AfD-Fraktion.

 

 

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