NRW fördert Wohnungsbau mit 4 Milliarden Euro

Die neue Landesregierung hat angekündigt: Sie möchte den sozialen Wohnungsbau weiterhin fördern, zugleich aber die Eigentumsförderung stärken. Diese Absicht hat das zuständige Ministerium jetzt erstmals auch mit Zahlen konkretisiert. Demnach will NRW gegenüber der Vorgängerregierung keine Abstriche bei der Förderung des Wohnungsbaus machen. Die Zahlen im Einzelnen.

Düsseldorf. Die Landesregierung wird ein großangelegtes Wohnraumförderprogramm auflegen. Es soll von 2018 bis 2022 laufen und insgesamt 4 Milliarden Euro umfassen. Pro Jahr wollen das Land und die NRW.Bank 800 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit der geförderte Wohnungsbau weiterhin floriert. Das hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gestern bekannt gegeben.

Die Höhe der Wohnraumförderung entspricht damit weiterhin dem Volumen, das die Vorgängerregierung zwischen 2011 und 2015 ausgegeben hatte. Lediglich die zusätzlichen Mittel, die der Bund in den Jahren 2016 und 2017 wegen der Flüchtlingskrise zugeschossen hatte, fließen im Jahr 2018 voraussichtlich zum letzten Mal. Über diese Sonderförderung hat der Bund 1,1 Milliarden Euro für den Wohnungsbau in NRW bereitgestellt.

Eigentumsförderung soll ebenfalls gestärkt werden

Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) bekräftigte in der Mitteilung ihr Vorhaben, auch die Eigentumsförderung auszubauen. Das sei ein wichtiger Beitrag gegen Altersarmut. „Im ersten Schritt werden wir die Förderrichtlinie modernisieren und vereinfachen, so dass mehr Menschen Zugang zu Eigentumsfördermitteln erhalten“, präzisierte Scharrenbach den Plan. Bis 2022 werde die Eigentumsförderung dann „bedarfsgerecht angehoben“. Zahlen dazu nannte sie noch nicht.

Die CDU-Politikerin hatte diese Linie bereits auf dem Parlamentarischen Abend von Haus & Grund Rheinland und BFW NRW vor einer Woche formuliert. Zugleich kündigte sie an, noch bis zum Jahresende ein Maßnahmenpaket vorzulegen, mit dem sie ein „Klima für Neubau“ schaffen will. Auch diese Ankündigung hat Scharrenbach jetzt erneut bekräftigt. Wie es mit der Wohnungspolitik in Nordrhein-Westfalen in Zeiten von Digitalisierung und Deregulierung insgesamt weitergehen soll – dazu hatte sie bereits letzte Woche vor Vertretern von Haus & Grund sowie dem BFW NRW viele Pläne vorgestellt.

 

 

zurück zum News-Archiv