NRW setzt auf Landleben: Dorferneuerungsprogramm ausgeweitet

Deutschland möchte die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse verbessern. Damit das Leben auf dem Land Zukunft hat, fördert das Dorferneuerungsprogramm zahlreiche Projekte in NRW. Die Landesregierung hat jetzt die Förderung für das Jahr 2019 vorgestellt. Es stehen nun erheblich mehr Gelder zur Verfügung als bisher. Das Programm richtet sich auch an private Eigentümer.

Düsseldorf. Die Landesregierung hat am Montag (22. Juli 2019) das Dorferneuerungsprogramm 2019 präsentiert. Das Programm wurde gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgebaut: Für dieses Jahr stehen 23 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind 17,1 Millionen Euro mehr als im letzten Jahr. Die Mittel kommen von Bund und Land. Das Geld fließt in die Förderung von 282 Projekten in 129 Gemeinden und Ortsteile mit unter 10.000 Einwohnern.

Grund für die Ausweitung ist die hohe Nachfrage. Im abgelaufenen Programmjahr konnten nicht alle Antragsteller eine Förderung bekommen. Daher hat das Land aus der eigenen Kasse das Budget für die Dorferneuerung aufgestockt. „Das ist eine Verdreifachung der geförderten Projekte gegenüber dem vergangenen Jahr und nahezu eine Vervierfachung der Fördermittel“, bilanzierte Ina Scharrenbach (CDU), die zuständige Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Förderprogramm soll Dörfern Zukunft geben

Die Ministerin unterstrich zugleich die hohe Bedeutung der Fördermittel für den ländlichen Raum: „Zukunftsfähige Dörfer sind für Nordrhein-Westfalen so wichtig, wie Bienen für das Ökosystem. Die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen mit ihren zahlreichen Dörfern und dörflich geprägten Kommunen sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohner unseres Landes.“

Das Förderprogramm solle die dörflichen beziehungsweise ortsteilspezifischen Siedlungsstrukturen als Lebens-, Arbeits-, Erholungs-, Kultur- und Naturräume für die Menschen sichern und weiter entwickeln. Scharrenbach erklärte: „Viele Maßnahmen zielen auf die Stärkung des örtlichen Zusammenhalts ab, schaffen Begegnungsräume, machen Infrastruktur zukunftsfest.“

Dorferneuerungsprogramm richtet sich auch an private Eigentümer

Das Ministerium betont zugleich, das Erscheinungsbild der Dörfer sei maßgeblich durch private Anwesen geprägt. Daher richte sich das Förderprogramm ausdrücklich nicht nur an die öffentliche Hand, sondern unterstütze auch private Projekte. Gerade die Investitionen privater Bauherren in leerstehende Bausubstanz, in markante alte Gebäude oder in die Modernisierung nicht mehr zeitgemäßer Häuser tragen nach Überzeugung des Ministeriums dazu bei, Ortsbilder zu bewahren und zum Wohle der Allgemeinheit weiter zu entwickeln.

Viel Anerkennung also für das Engagement privater Eigentümer. Lob dafür kam vom Landesverband Haus & Grund Rheinland Westfalen: „Wir begrüßen die Ausweitung des Dorferneuerungsprogramms“, sagte Konrad Adenauer. Der Präsident des Landesverbandes ergänzte: „Ohne die Investitionen privater Eigentümer wären attraktive dörfliche Strukturen nicht denkbar. Deshalb freut es uns, dass dieses private Engagement gefördert wird.“

Verbandsdirektor Erik Uwe Amaya ergänzte: „Attraktive ländliche Räume können für eine willkommene Entlastung angespannter Wohnungsmärkte in den Ballungsgebieten sorgen. Hier ist das Dorferneuerungsprogramm ein hilfreicher Baustein.“ Dabei sind die Bedarfe von Ort zu Ort natürlich sehr unterschiedlich. Was in Ihrem Dorf geplant ist, lässt sich hier nachlesen (PDF, 1,6 MB). Außerdem finden Sie auf unserer Website weitere Informationen zum Bemühen um gleichwertige Lebensverhältnisse Deutschland.

 

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