Schutz vor Einbruch: Wie Eigentümer ihr Heim sichern können

Am 29. Oktober ist Tag des Einbruchschutzes – denn mit Beginn der dunklen Jahreshälfte werden die Diebe verstärkt aktiv. „In der dunklen Jahreszeit sorgen sich zu Recht Viele um die Sicherheit der eigenen vier Wände“, sagt Prof. Dr. Peter Rasche. Der Vorsitzende von Haus & Grund Aachen gibt Tipps, was man gegen Einbrecher tun kann und wie sich das finanzieren lässt.

Aachen. Einbrecher haben wieder Hochsaison: Zwischen Oktober und Februar sind die Täter besonders aktiv, denn sie nutzen den Schutz der Dunkelheit, um ungestört ins Haus zu gelangen. Gerade bei einem unbeleuchteten Haus ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Einbrecher zuschlagen. Die Täter nutzen gerne dunkle Ecken, Terrassen- und Kellereingänge zum Einstieg. „Eigentümer sollten auf eine ausreichende Außenbeleuchtung achten, um unerwünschte Besucher abzuschrecken. Dabei können Bewegungsmelder hilfreich sein“, empfiehlt Peter Rasche.

Um Anwesenheit vorzutäuschen, können Zeitschaltuhren die Rollläden und Lampen betätigen. Die Ansage auf dem Anrufbeantworter darf nicht auf eine Abwesenheit hindeuten – das Gleiche gilt für Beiträge in sozialen Medien. „Natürlich sollten Fenster nicht gekippt bleiben und die Haustür nicht nur zugezogen, sondern abgeschlossen sein“, sagt Tobias Hundeshagen, Geschäftsführer des Aachener Haus & Grund. Damit das abgeschlossene Schloss auch ein wirkliches Hindernis darstellt, sollte ein moderner Schließzylinder verbaut sein. Ein Tipp von Herrn Hundeshagen: „Es gibt inzwischen Modelle, die sich nicht mehr aufbohren lassen.“

Der Bund fördert Investitionen in den Einbruchschutz

Außerdem gibt es spezielle einbruchhemmende Fenster. „An solchen Maßnahmen scheitern 42 Prozent der Einbruchsversuche“, betont Rasche. Diese Maßnahmen müssen im Einzelfall nicht teuer sein. „Man kann außerdem Fördermittel von der KfW bekommen. Die Konditionen sind kürzlich angepasst worden, jetzt werden schon Investitionen ab 500 Euro gefördert.“ Für die ersten 1.000 Euro sind bis zu 20 Prozent Zuschuss drin, darüber hinaus 10 Prozent.

Für Mietwohnungen gilt: Vermieter können selbst investieren und eine Modernisierungsmieterhöhung verlangen. „Man kann aber auch eine Modernisierungsvereinbarung abschließen. Dabei kann der Vermieter die Maßnahmen durchführen lassen, der Mieter als Profiteur der Sicherungen die Kosten tragen“, ergänzt Hundeshagen. Auf eigene Faust dürfen Mieter nur mit Erlaubnis des Vermieters handeln. Dabei sollte man besprechen, was beim Auszug passiert: Rückbau oder Übernahme? Weitere Informationen zum Thema erhalten Mitglieder gerne über unsere Geschäftsstelle.

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