Stadt Aachen: Richtericher Dell - Erster Bauabschnitt wird geplant

„Klimaschutz und Lebensqualität in einem neuen Stadtquartier“ – unter diesem Motto steht die Entwicklung des „Richtericher Dell“, eines der größten Wohnbauprojekte in Aachen der letzten Jahre. Bis zu 900 Wohneinheiten könnten dort langfristig entstehen - Platz für rund 2.500 neue Einwohner.

Ein erster Bauabschnitt mit rund 190 Wohneinheiten wird jetzt geplant und entwickelt: Am Montag, 14. Januar beginnt eine Ausstellung im Schloss Schönau (Schönauer Allee 20 in Aachen-Richterich), in der das Projekt vorgestellt wird. Am Dienstag, 15. Januar, findet am selben Ort um 18 Uhr eine Bürgeranhörung statt. Die Verwaltung hat einen Flyer angefertigt, der ab Ende nächster Woche in den meisten Verwaltungsstellen in Aachen und ab sofort im Internet (www.aachen.de/richtericherdell) erhältlich sein wird.

„Der Bedarf an Wohnraum ist groß. Seit vielen Jahren diskutieren wir schon den Bereich im Richtericher Dell, jetzt haben wir die Zustimmung von Bezirksregierung und Land für die Planung bekommen“, erläuterte Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken auf einer Pressekonferenz. „Weil wir damit Flächen verbrauchen, müssen wir es besonders klimaverträglich und umweltschonend machen“, ergänzt Gertrude Helm, Leiterin der Abteilung Stadterneuerung und Stadtgestaltung im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen. Daher wird am nördlichen Stadtrand eine Modellsiedlung entstehen, die viele Aspekte berücksichtigt: Die Südausrichtung der meisten Gebäude erlaubt eine effiziente Nutzung der Solarenergie, Grünanlagen mit Senken zur Regenwasserversickerung und Gründächer und entlasten die Kläranlagen und sorgen für ein gutes Klima, es sollen Ladestationen für Elektroautos errichtet werden, Spielmöglichkeiten für Kinder erhöhen die Attraktivität für junge Familien.

In einem ersten Bauabschnitt sollen in fünf verschiedenen Bereichen, „Cluster“ genannt, unterschiedliche Wohn- und Gebäudeformen verwirklicht werden. So wird es eine zwei- bis dreistöckige Häusergruppe geben, die sich um einen gemeinsamen Grünhof anordnet. In einem solchen geschützten Bereich können Kinder spielen, es bilden sich Generationen- oder Nachbarschaftstreffpunkte heraus. Barrierefreie Wohnungen sorgen für eine demografisch ausgewogene Zusammensetzung der neuen Bewohnerschaft.

Bis es so weit ist, muss zunächst ein aufwändiger Planungsprozess durchlaufen werden. Im Laufe dieses Jahres 2013 wird die Politik die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschließen. Parallel dazu müssen die Vorbereitungen getroffen werden zur Änderung des Flächennutzungsplanes. Nach der sogenannten Offenlage im Jahr 2014 könnte zum Ende des Jahres der Satzungsbeschluss im Rat der Stadt Aachen fallen, dann beginnt die Erschließung, erst 2016 könnte voraussichtlich mit dem Bau von Wohnungen begonnen werden.

(Quelle: Stadt Aachen, Presseamt)

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