Städtebauförderung 2018: NRW investiert eine halbe Milliarde Euro

Städte sind stetig im Wandel. Damit sie als Wohnorte attraktiv bleiben und die Nachfrage nach Wohnraum decken können, müssen Planer die laufende Veränderung gezielt gestalten. Problemimmobilien abreißen, Plätze neugestalten oder das Stadtbild verbessern - das alles kostet natürlich Geld. Daher gibt es die Städtebauförderung, für die NRW aktuell so viel Geld ausgibt, wie nie zuvor.

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen stehen in diesem Jahr 524 Millionen Euro für die Städtebauförderung zur Verfügung. Damit hat das Städtebauförderprogramm 2018 das größte Volumen aller Zeiten, wie das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung jetzt mitgeteilt hat. In punkto Städtebau gibt es allerdings auch eine Menge zu tun an Rhein und Ruhr.

„Städte und Gemeinden sind nie fertig: Stetig unterliegen sie einem Wandel, der aktiv gestaltet werden will“, sagte NRW-Heimat- und Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU). „Die Städtebauförderung 2018 konzentriert sich auf die Entwicklung einer klaren Zukunftsperspektive für die Menschen: Damit unterstützt die Landesregierung den Willen zur aktiven Gestaltung der Heimat vor Ort.“

Städtebauförderung: Viel Geld aus vielen Töpfen

Die hohe Summe – immerhin eine gute halbe Milliarde Euro – bringt das Land nicht allein auf. Vielmehr steuert es aus seiner Kasse 203,9 Millionen Euro bei. Weitere 145,2 Millionen stellt der Bund für die Städtebauförderung in NRW zur Verfügung. Damit fließt knapp ein Fünftel der 790 Millionen, die der Bund insgesamt für den Städtebau ausgibt, nach Nordrhein-Westfalen. Die EU beteiligt sich mit 39,7 Millionen Euro. Verbleiben noch 135,2 Millionen – diese Summe steuern die Kommunen aus ihren Haushalten bei.

Das Geld kommt insgesamt 256 Projekten in NRW zu Gute. Darunter sind die unterschiedlichsten Vorhaben. Ina Scharrenbach berichtet: „Mit der Städtebauförderung 2018 wird beispielsweise jetzt auch endlich der Abriss des bundesweit in die Schlagzeilen geratenen Hochhauses in Gladbeck – Stichwort: Gladbecker Geiseldrama – ermöglicht. Die leerstehende und im Verfall befindliche Immobilie ‚Schwechater Straße 38‘ hat eine ausgesprochene negative Wirkung auf den Stadtteil.“

Von Verschönerung bis Stadtumbau: Zahlreiche Projekte im Rheinland

Die Verbesserung des Wohnumfeldes ist eines der Motive, die im Bereich Städtebau immer wieder auftauchen. Der Abriss von Problemimmobilien stellt dabei nur einen Teilbereich dar. Auch eine zeitgemäße Neugestaltung von Plätzen, Straßenzügen oder Parks taucht in den Projekten immer wieder auf. Beispielsweise möchte die Stadt Düren 3,4 Millionen Euro in die Hand nehmen, um den Kaiserplatz umzugestalten und private Baumaßnahmen zu fördern, die das Stadtbild verbessern.

In Leverkusen sollen gute 4,4 Millionen Euro in den Stadtumbau West und in das Stadtumbaugebiet „Neue  Bahnstadt Opladen“ fließen. Dort steht die Erschließung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze an. Wer wissen möchte, was in der eigenen Heimatkommune geplant ist und wie viel Geld dafür zur Verfügung steht, findet die Antwort in dieser Projektübersicht, die das zuständige Ministerium herausgegeben hat.

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