App für ein sicheres Zuhause: NRW startet Einbruchsradar

Im letzten Jahr schlugen Einbrecher rund 27.000 Mal in NRW zu. Diese Zahl ist niedriger als in den Vorjahren, weil sich intensive Bemühungen um mehr Einbruchschutz inzwischen auszahlen. Wenig ist es aber immer noch nicht, deswegen lässt NRW beim Kampf gegen Einbrecher nicht locker und legt jetzt ein Einbruchsradar vor. Die App soll über die Bedrohungslage vor Ort informieren.

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen können sich die Bürger künftig per Smartphone-App über die Einbruchsgefahr für ihre Wohnung informieren. Die App der NRW-Polizei informiert per Push-Nachricht über Einbrüche, die in der Umgebung verübt wurden, und bietet auf Grundlage dieser Daten auch eine Prognose über die Einbruchswahrscheinlichkeit an. Die Push-Nachrichten sollen in der Regel montags versendet werden und eine Woche lang gültig sein.

Die Nutzer legen selbst fest, für welche Orte sie die Nachrichten empfangen möchten. Die App meldet sich mit ihren Push-Nachrichten nur, wenn vor Ort aktuell eine erhöhte Einbruchswahrscheinlichkeit erwartet wird. Über jüngst vorgefalle Einbrüche gibt eine monatlich aktualisierte Karte Aufschluss. Die Darstellung der Tatorte wird dabei als grobe Verteilung visualisiert, ohne Rückschlüsse auf konkrete Adressen zu erlauben.

Einbruchsradar liefert Tipps zum Einbruchschutz

Der Datenschutz ist also gewährleistet. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte zur Vorstellung der App: „Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich über das Risiko in ihrer Nachbarschaft informieren können. Das schärft die Sinne und beugt vor. Nur wer sich einer Gefahr bewusst ist, kann sich davor schützen.“ Aus diesem Grund bietet die App auch Tipps an, wie man die eigenen vier Wände besser gegen Einbruch schützen kann.

In diesem Zusammenhang findet man in der App auch den Kontakt zu den Beratungsstellen der Polizei vor Ort. Einen Haken hat das Einbruchsradar allerdings: Noch ist es nicht flächendeckend verfügbar. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums ist es zunächst auf den Zuständigkeitsbereich der 16 Kriminalhauptstellen der NRW-Polizei begrenzt. Damit wird allerdings schon ein ziemlich großer Bereich abgedeckt.

Konkret zählen dazu die Polizeipräsidien Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Münster, Recklinghausen und Wuppertal. Die neue App kann kostenlos im Apple App Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden. Die ersten Prognosen veröffentlicht die Polizei über die App am Montag, den 30. November.

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