Barrieren reduzieren: Förderprogramm mit 75 Millionen Euro neu gestartet

Es ist seit vielen Jahren eines der beliebtesten Förderprogramme des Bundes: Das Programm „Altersgerecht Umbauen“ der KfW. Kein Wunder: Der demografische Wandel sorgt für einen hohen Bedarf an barrierefreien Wohnungen. Nachdem das Programm aus haushaltstechnischen Gründen vorübergehend still stand, hat die neue Bundesregierung es jetzt wieder an den Start gebracht.

Berlin. Das Bundesbauministerium hat die Förderung der Barrierereduzierung in Wohngebäuden wieder gestartet. Für dieses Jahr sind 75 Millionen Euro im Fördertopf, die Förderung kann ab sofort über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Das Förderprogramm heißt wie bisher „Altersgerecht Umbauen“. Das hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gestern (30. Juni 2022) bekannt gegeben.

Konkret bezuschusst das Programm Umbauten in Wohnungen bzw. Wohngebäuden, die einem Abbau von Barrieren dienen. Die Förderung beträgt bei einer Einzelmaßnahme bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von maximal 5.000 Euro. Wenn gleich das ganze Objekt mit einer Komplett-Maßnahme auf den Standard „Altersgerechtes Haus“ gebracht wird, beträgt der Fördersatz sogar 12,5 Prozent – der Zuschuss kann dann also bis zu 6.250 Euro betragen.

Förderung für altersgerechten Umbau jetzt zu beantragen

Das Programm läuft schon seit Jahren sehr erfolgreich und finanziert typischerweise Maßnahmen wie etwa den Einbau von Aufzügen, bodengleichen Duschen oder ein Entfernen von Türschwellen. Seit dem Jahr 2009 sind mit der Förderung rund 330.000 Wohneinheiten in Deutschland umgebaut worden, im vergangenen Jahr waren es allein 50.000, wie das Ministerium berichtet. Der Fördertopf von 75 Millionen Euro war 2021 schon nach einem halben Jahr leer.

Wer die Förderung haben möchte, sollte sich also nicht gar zu viel Zeit mit der Beantragung lassen. Den Antrag können private Eigentümer ebenso stellen wie Mieter. Letztere müssen die Baumaßnahme natürlich zuvor mit ihrem Vermieter besprechen. Die Antragstellung muss vor dem Beginn der Bauarbeiten über das Online-Zuschussportal der KfW erfolgen. Weitere Informationen und den Link zur Antragstellung gibt es auf der Website der KfW.

Tipp: Mitglieder der Ortsvereine von Haus & Grund Rheinland Westfalen erhalten einen Preisnachlass von 500 Euro, wenn sie einen Lifta Treppenlift oder einen sani-trans Hublift bzw. Plattformlift installieren lassen. Für den Einbau eines Lifton Homelift gibt es sogar 1.000 Euro Nachlass. Alle weiteren Informationen dazu finden Sie hier. Der Lift-Anbieter hilft bei Bedarf auch bei der Beantragung der Fördermittel.

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