Blitzeinschlag: 200 Millionen Euro Schaden im letzten Jahr

Wenn der Blitz einschlägt, kann es teuer werden. Die auftretende Überspannung ist Gift für elektronische Bauteile – und davon finden sich heutzutage ja sehr viele in unseren Wohngebäuden. Letztes Jahr ist die Zahl der Blitzschäden in Deutschland deutlich gestiegen. Wie teuer es dabei im Schnitt wurde und welche Versicherung dem Eigentümer weiterhilft, haben wir hier zusammengefasst.

Berlin. Die deutschen Versicherer haben im letzten Jahr insgesamt etwa 200 Millionen Euro für die Regulierung von Blitz- und Überspannungsschäden ausgegeben. Insgesamt 210.000 Mal hatten Blitze für Schäden an Gebäuden und Hausrat gesorgt. Das waren 30.000 versicherte Schadensfälle mehr als im Vorjahr. Die Gesamthöhe der Schäden stieg zugleich um rund 20 Millionen Euro.

Das hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jetzt mitgeteilt. Demnach schlug ein Blitzschaden im Durchschnitt mit 960 Euro zu Buche. Dabei handelt es sich typischerweise um Überspannungsschäden wie zerstörte Haushaltselektronik oder verschmorte Steckdosen. Auch Türen, Fenster und Dachflächen werden häufig durch Blitzeinschläge beschädigt oder zerstört.

Da es in den Haushalten heutzutage immer mehr elektronische Geräte gibt, beobachten die Versicherer seit Jahren eine ansteigende durchschnittliche Schadenshöhe. Gerade auch die sogenannte Smart-Home-Technik leistet hierzu ihren Beitrag. Auch wenn die durchschnittliche Schadenshöhe in den letzten drei Jahren wieder leicht rückläufig war, so lag sie doch weiterhin deutlich über den Zahlen aus der Zeit vor 2018.

Blitzschlag: Welche Versicherung was bezahlt

Für einen Blitzschaden an Dach und Mauerwerk kommt die Wohngebäudeversicherung auf. Sie zahlt auch, wenn fest eingebaute elektrische Installationen durch die Überspannung beschädigt wurden, etwa die elektronische Steuerung von Rollladen oder Heizung. Auch Ausgaben für eventuell nötige Aufräumarbeiten oder eine Absicherung des Grundstücks trägt die Wohngebäudeversicherung.

Wenn der Blitz dagegen zu Schäden am beweglichen Hausrat führt, zahlt die Hausratversicherung. Das betrifft zum Beispiel Fernseher, Computer und ähnliche Geräte, die von der Überspannung beim Blitzeinschlag zerstört wurden. Am größten ist die Gefahr übrigens im Juni: Mehr als die Hälfte der bundesweit gut 490.000 Blitze im vergangenen Jahr wurden in diesem Monat registriert. Im Februar waren es dagegen nur 43, wie der GDV aus Angaben von VdS und dem Blitzinformationsdienst von Siemens (BLIDS) zitiert.

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