Fertighäuser aus Holz liegen weiter im Trend

Holz wird als Baustoff immer beliebter, gilt es doch als nachwachsender Rohstoff als besonders nachhaltig. Gerade im Segment der Fertighäuser ist Holz seit jeher als wesentlicher Baustoff besonders beliebt. Ein wenig überraschend ist, dass der Trend zum Holz-Fertighaus nach aktuellen Zahlen weiterhin ungebrochen zu sein scheint – obwohl Holz sich in letzter Zeit stark verteuert hat.

Düsseldorf. Fertighäuser aus Holz erfreuen sich weiterhin steigender Beliebtheit. Im Jahr 2021 produzierten die Hersteller in Deutschland 11.207 Holz-Fertighäuser und damit 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese neuen, hölzernen Ein- und Zweifamilienhäuser hatten einen Gesamtwert von 2,5 Milliarden Euro, was ein Plus von lediglich 0,8 Prozent bedeutet – und das, obwohl die Häuser immer größer ausfallen. Ihre Brutto-Grundfläche im Holz-Fertigbau stieg letztes Jahr um 8,5 Prozent.

Das hat das Statistische Landesamt IT.NRW jetzt mitgeteilt. Diese Zahlen sind auch deshalb durchaus überraschend, weil Holz seit letztem Jahr zu jenen Baustoffen gehört, die besonders schwer zu beschaffen und daher besonders teuer geworden sind (wir berichteten). Nordrhein-Westfalen ist indes kein Zentrum der Holz-Fertighausindustrie: Nur 7,6 Prozent des gesamten deutschen Produktionswerts erwirtschafteten die zehn Hersteller aus NRW.

Wenig Holz-Fertighäuser aus NRW, aber deutliches Wachstum

Insgesamt entstanden in Nordrhein-Westfalen letztes Jahr Holz-Fertighäuser im Wert von 193 Millionen Euro. Das ist im bundesweiten Vergleich zwar eher wenig, bedeutet allerdings auch ein Wachstum von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Stückzahl der in NRW hergestellten Fertighäuser aus Holz stieg um 1,2 Prozent auf 812 Exemplare, verglichen mit dem Jahr 2019 lag sie sogar um 6,6 Prozent höher. Auch bei der Größe der Ein- und Zweifamilienhäuser aus Holz ist die Entwicklung in NRW etwas zurückhaltender: Die Brutto-Grundfläche wuchs um 6,2 Prozent.

Interessant ist die Entwicklung beim durchschnittlichen Produktionswert pro Quadratmeter: Der lag in NRW im Jahr 2021 um 3,8 Prozent höher als im Vorjahr. Angesichts der Preisentwicklung beim Holz ist das ein sehr mäßiger Preisanstieg. Im Schnitt kostete die Produktion eines vorgefertigten Ein- oder Zweifamilienhauses aus Holz letztes Jahr 1.789 Euro pro Quadratmeter. Wie sich die Preise angesichts der angespannten Rohstoffversorgung in diesem Jahr weiter entwickeln, ist schwer vorauszusehen.

Einen kleinen Hinweis konnte das Statistische Landesamt aber schon geben. Es berichtet, dass im ersten Quartal des laufenden Jahres in NRW 208 neue Fertighäuser aus Holz hergestellt wurden. Das waren 22,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert der neuen Holzhäuser stieg dabei um 23 Prozent auf 51,3 Millionen Euro. Allerdings sagten die Statistiker nichts dazu, wie sich die Fläche der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser in diesem Jahr bisher entwickelt hat.

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