Fertighäuser immer beliebter – Nachfrage steigt trotz Corona

Bauherren entscheiden sich in Deutschland immer öfter für ein Fertighaus. Inzwischen kommt gut jedes fünfte Einfamilienhaus vorgefertigt aus der Fabrik. Der Trend hat sich trotz der Corona-Pandemie sogar noch verstärkt, wie aktuelle Zahlen jetzt belegen. Allerdings zeigen sich beim Fertighaus deutliche regionale Unterschiede – in Nordrhein-Westfalen ist es noch eher die Ausnahme.

Bad Honnef/Düsseldorf. Die Nachfrage nach Fertighäusern ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 11.344 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, die in Fertigbauweise errichtet werden sollen. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser insgesamt wuchs zugleich um lediglich 3,5 Prozent.

Das geht aus Zahlen der statistischen Landesämter hervor, die der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) jetzt zusammengestellt und veröffentlicht hat. Demnach war mit 22,1 Prozent etwas mehr als jedes fünfte neu genehmigte Haus in Deutschland ein Fertighaus. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 20,8 Prozent gewesen – auch das war damals schon ein historischer Höchststand. Die Corona-Pandemie konnte den langjährigen Trend zum vorgefertigten Haus also nicht bremsen.

Fertighaus: In NRW noch eher die Ausnahme, in Baden-Württemberg die Regel

Die Zahlen zeigen allerdings ein deutliches regionales Gefälle. Besonders beliebt sind die Häuser aus der Fabrik in Süddeutschland. So werden in Baden-Württemberg 38,5 Prozent der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise errichtet, in Bayern sind es 25,5 Prozent. Dazwischen rangiert Hessen mit 31,9 Prozent. Nach Angaben des Verbandes BDF ist der Bau von Fertighäusern in Süddeutschland schon immer besonders beliebt, dort seien auch die meisten Anbieter solcher Gebäude beheimatet.

Demgegenüber sind in Bremen nur 4,5 Prozent der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser als Fertighaus geplant, in Hamburg 8,1 Prozent. Nordrhein-Westfalen kommt mit 14,8 Prozent auf den fünftletzten Platz in der Rangliste, vor Sachsen-Anhalt mit 12,6 Prozent und Niedersachsen mit 9 Prozent. Allerdings beobachtet der BDF nach eigenen Angaben auch im norddeutschen Raum einen deutlichen Anstieg der Nachfrage.

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