Gaspreise explodieren: Der Staat muss jetzt handeln!

Einer der großen Versorger in NRW macht Ernst: RheinEnergie hat angekündigt, die Gaspreise ab dem 1. Oktober um 120 Prozent zu erhöhen. Die neue Gas-Umlage, deren Höhe noch nicht feststeht, ist darin nicht inbegriffen und kommt ab Oktober noch obendrauf. „Weder Mieter, noch private Vermieter können das zahlen“, warnt Prof. Dr. Peter Rasche, Vorsitzender von Haus & Grund Aachen.

Düsseldorf/Aachen. Die Ankündigung des Versorgers RheinEnergie, die Gaspreise zum 1. Oktober um 120 Prozent zu erhöhen, stößt bei privaten Vermietern auf Entsetzen. „Die Vermieter strecken die Gaskosten bis zur Jahresabrechnung Monat für Monat ihren Mietern vor. Bei einem solchen Preisanstieg, der weit über die vereinbarten Abschlagszahlungen hinausgeht, können die privaten Vermieter das Geld nicht mehr aufbringen. Ihnen droht schlichtweg die Zahlungsunfähigkeit“, warnt Prof. Dr. Peter Rasche. „Der Staat muss jetzt handeln. Er darf weder die Mieter, noch die privaten Vermieter mit der Gaspreis-Explosion alleine lassen.“

Viele private Kleinvermieter sind Rentner, die Mieteinnahmen stellen ihr Alterseinkommen dar. Von diesem Einkommen müssen sie auch noch die massiv gestiegenen Heizkosten ihrer eigenen Wohnung zahlen. Sie leiden zudem wie alle anderen Bürger unter der hohen Inflation, etwa beim Lebensmitteleinkauf. Vor diesem Hintergrund warnt Haus & Grund Aachen gemeinsam mit dem Landesverband Haus & Grund RheinlandWestfalen vor den Plänen der SPD, Vermietern in Not ein zinsloses Darlehn anzubieten und zugleich die Kündigung von Mietern zu verbieten, die ihre Nebenkosten nicht begleichen können.

„Diese Mieter werden die Kosten auch nach Ablauf des Kündigungsmoratoriums nicht aufbringen können. Wie sollen die Vermieter dann das Darlehn tilgen?“, fragt Tobias Hundeshagen, Geschäftsführer von Haus & Grund Aachen. „Die Vermieter-Insolvenzen würden nur auf die Zukunft verlagert. Dazu darf es nicht kommen.“ Zwei Drittel der Mietwohnungen in Deutschland gehören privaten Kleinvermietern. „Wenn die pleitegehen, landen die Wohnungen bei Großkonzernen, die mit den Mieten möglichst hohe Profite erwirtschaften möchten. Das kann niemand wollen – erst Recht nicht in der SPD“, sagt Hundeshagen.

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