Immobilien vor Extremwetter schützen: Neues Online-Tool für Eigentümer

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu großen Schäden an Immobilien, verursacht durch Wetterextreme wie Hagel, Sturm, Starkregen oder Hitze. Im Zuge des Klimawandels werden solche Ereignisse häufiger und fallen heftiger aus. Sogar Tornados kommen hierzulande mittlerweile jeden Sommer vor. Ein neues Online-Tool hilft Eigentümern jetzt, ihr Haus besser zu schützen.

Düsseldorf/Bonn. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat eine neue Online-Anwendung entwickelt, die Eigentümern beim Schutz ihrer Immobilien vor Naturgefahren hilft. Mit dem Tool können die Hauseigentümer ermitteln, welchen Risiken durch extreme Wetterereignisse ihre Immobilie ausgesetzt ist und mit welchen baulichen Verbesserungen sich die Verwundbarkeit durch diese Gefahren reduzieren lässt.

Die Web-Anwendung heißt GIS-Immorisk und ist unter der folgenden Internetaderesse erreichbar: www.gisimmorisknaturgefahren.de/immorisk.html. Eigentümer können hier die Adresse ihrer Immobilie eingeben und erhalten dann eine Karte vom Standort. In der Karte lässt sich farblich anzeigen, wie groß das Risiko durch verschiedenste Naturgefahren in den vergangenen Jahrzehnten statistisch gesehen war und wie es sich voraussichtlich bis 2050 entwickeln wird.

Online-Anwendung offenbart bundesweit Risiken für Immobilien

Dabei liefert die Anwendung Informationen zu Risiken durch Winterstürme, Hagel, Hitze, Starkregen, Waldbrände, Blitzeinschläge, große Schneelasten, Hochwasser und sogar Erdbeben. Das System lässt den Nutzer jedoch nicht mit der Interpretation der Karte allein. Wer möchte, kann sich von der Anwendung einen Risikosteckbrief für die eigene Immobilie erstellen lassen und sich Tipps einholen, welche baulichen Maßnahmen im Ernstfall Schäden begrenzen können.

Mit der Anwendung gibt es erstmals die Möglichkeit, bundesweit flächendeckend das Risiko für Immobilien durch Naturgefahren und insbesondere durch Extremwetter abzuschätzen. Das BBSR als Herausgeber verspricht außerdem, die Anwendung regelmäßig zu aktualisieren, um sie an neue wissenschaftliche Erkenntnisse anzupassen.

 

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