Schornsteinfegergebühren steigen – Wohnen wird noch teurer

Seit Jahren immer das gleiche Bild: Mit zahllosen politischen Entscheidungen treiben Politiker in Bund, Ländern und Kommunen die Nebenkosten des Wohnens immer weiter in die Höhe – nur um sich dann über immer teureres Wohnen zu beklagen. Neueste Maßnahme dieser Art: Der Schornsteinfeger wird künstlich verteuert. Haus & Grund mahnt: Die neue Bundesregierung muss endlich gegensteuern.

Seit Jahren immer das gleiche Bild: Mit zahllosen politischen Entscheidungen treiben Politiker in Bund, Ländern und Kommunen die Nebenkosten des Wohnens immer weiter in die Höhe – nur um sich dann über immer teureres Wohnen zu beklagen. Neueste Maßnahme dieser Art: Der Schornsteinfeger wird künstlich verteuert. Haus & Grund mahnt: Die neue Bundesregierung muss endlich gegensteuern.

Berlin. Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland weist darauf hin, dass in Kürze die Schornsteinfegergebühren und damit die Kosten des Wohnens steigen werden. Verantwortlich dafür ist die Bundespolitik. Der Bundesrat hat der vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagenen Gebührenerhöhung mit einem jährlichen Volumen von 2,5 Millionen Euro am Freitag (8. Oktober 2021) zugestimmt.

„Die neue Bundesregierung muss eine Trendumkehr bei den Wohnkosten schaffen. Zentral wird dabei sein, dass die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung als Pro-Kopf-Klimageld an die Bürger zurückgegeben werden“, forderte Verbandspräsident Kai Warnecke. Haus & Grund befürchtet, dass die neue Gebührenverordnung Eigentümer von Mehrfamilienhäusern mit Gasetagenheizungen besonders hart treffen werde, wenn diese ihre Gebäude energetisch modernisieren und alte Fenster und Türen gegen moderne, dichte Fenster austauschen wollen.

Steigende Nebenkosten: Politik verteuert das Wohnen

Für die erneute Überprüfung der Verbrennungsluftversorgung durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger könnten Gebühren von 50 bis 64 Euro je Wohneinheit entstehen. Aus Sicht von Haus & Grund ist die Höhe dieser Gebühren nicht zu rechtfertigen. Die Entscheidung ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie politische Entscheidungen seit Jahren die Wohnnebenkosten in Deutschland immer weiter in die Höhe treiben.

Inzwischen macht die sogenannte zweite Miete rund ein Drittel der gesamten Wohnkosten aus und steigt seit Jahren stärker als die Nettokaltmieten in Nordrhein-Westfalen. Stolze 70 Prozent der steigenden Nebenkosten sind in ihrer Höhe die Folge politischer Entscheidungen. Das hat der Landesverband Haus & Grund Rheinland Westfalen in den letzten Jahren immer wieder mit seinem NRW-Wohnkostenbericht empirisch nachgewiesen. Der Landesverband fordert seit Jahren, die Politik müsse bei den Wohnnebenkosten Maß halten, damit Wohnen bezahlbar bleibt.

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