Sowohl bei der Erstellung neuer Mehrfamilienhäuser (20 107 Wohnungen einschließlich Wohnheime; -11,6 Prozent) als auch beim Erstbezug von Einfamilienhäusern (13 078 Wohnungen; -11,1 Prozent) waren gegenüber dem Boomjahr 2014 Rückgänge zu verzeichnen. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Zweifamilienhäusern (2 970 Wohnungen; -10,1 Prozent) war ebenfalls niedriger als ein Jahr zuvor.
In neuen Nichtwohngebäuden (gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen) verringerte sich die Zahl der Fertigstellungen um ein Drittel auf 543 Wohnungen. Durch Um- oder Ausbaumaßnahmen an bereits vorhandenen Gebäuden entstanden 3 972 Wohnungen; das waren 15,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Bezieht man die Zahl der fertiggestellten Wohnungen (ohne Wohnheime) auf die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens, so ergibt sich für das Jahr 2015 im Landesdurchschnitt eine "Wohnungsbauquote" von 22,0 fertiggestellten Wohnungen je 10 000 Einwohner. Die höchsten Fertigstellungsquoten wies - wie bereits im Vorjahr - der Kreis Steinfurt (50,6) auf. Die Plätze zwei und drei belegten der Kreis Borken (43,6) und Münster (43,5). Die niedrigsten Quoten ergaben sich für die Städte Herne (3,9), Remscheid (6,0) und Bochum (6,2).
