Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, wird diese Entwicklung insbesondere kleinere Haushalte – also mehrheitlich solche ohne Kinder – betreffen. Für Haushalte mit drei oder mehr Personen muss bis 2060 von einer rückläufigen Zahl ausgegangen werden.
Ergebnisse regionalisierter Berechnungen, die die Statistiker in der Studie bis zum Jahr 2040 vornehmen, zeigen, dass die Mehrzahl der kreisfreien Städte und Kreise im Land mit einer höheren Zahl von Privathaushalten rechnen kann als zurzeit. In Münster und Düsseldorf werden die Haushaltszahlen voraussichtlich um mehr als 15 Prozent ansteigen; in Köln liegt die Zunahme bei mehr als 20 Prozent. In 18 kreisfreien Städten und Kreisen wird die Zahl der Haushalte sinken; die höchsten Rückgänge wurden von den Statistikern für den Märkischen Kreis (-12,9 Prozent) und den Hochsauerlandkreis (-10,1 Prozent) ermittelt.
Bei der Betrachtung der Entwicklung nach Haushaltsgrößen zeichnet sich in den meisten kreisfreien Städten und Kreisen ein Anstieg der Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte ab. Die Zahl der Haushalte mit drei oder mehr Personen wird in 46 von 53 kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens niedriger sein als zurzeit.
Wie die Statistiker weiter mitteilen, ist bei diesen Berechnungen zu berücksichtigen, dass in den vorliegenden Ergebnissen die aktuelle Bevölkerungsentwicklung – insbesondere der Zuzug von Schutzsuchenden – noch nicht berücksichtigt werden konnte.
Die Modellrechnungen zur künftigen Entwicklung der Zahl der Privathaushalte für alle kreisfreien Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens bis zum Jahr 2040 stehen auf den Internetseiten von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) zum kostenlosen Download zur Verfügung.
