Berlin/Düsseldorf. Das Baukindergeld boomt - allein bis zum Jahresende haben schon mehr als 56.000 Familien die neue Förderung für ein Eigenheim beantragt. Mit 12.606 Anträgen kommt die mit Abstand größte Nachfrage dabei aus NRW. Nun sind neue Zahlen dazugekommen: Bei 87,7 Prozent der Anträge geht es den Familien darum, eine Bestandsimmobilie zu kaufen. Demgegenüber ist bei jedem achten Antrag das Ziel, ein neues Haus zu bauen.
Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Caren Lay hervor. Die linke Politikerin leitet daraus harsche Kritik am Baukindergeld ab: Es verfehle seinen Zweck, weil es den Neubau nicht ankurbele. Damit sorge es nicht für Entlastung auf den angespannten Wohnungsmärkten der Großstädte. Die Linkspartei hatte das Baukindergeld bereits im Vorfeld immer wieder kritisiert.
Haus & Grund: Baukindergeld erfüllt seinen Zweck
Die Aussage der Politikerin sorgt bei Haus & Grund für Kopfschütteln: „Das Baukindergeld sollte in erster Linie dazu dienen, Familien ins Eigenheim zu bringen“, meint Verbandsdirektor Erik Uwe Amaya. „Diese Funktion erfüllt es: Viele Familien wünschen sich ein Eigenheim und fragen das Baukindergeld sehr stark nach.“ Eine Förderung allein des Neubaus sei mit dem Instrument gar nicht angestrebt worden.
„In ländlichen Regionen gibt es vielfach heute schon Leerstände“, erklärt Professor Dr. Peter Rasche. Der Präsident von Haus & Grund Rheinland Westfalen ergänzt: „Familien sollen auch in diesen Regionen Wohneigentum kaufen, damit auch der ländliche Raum belebt bleibt. Es wäre aber unnötig, wenn dort auch noch neu gebaut würde.“ Er wies darauf hin, dass auch Familien, die auf dem Land wohnen, die angespannten Wohnungsmärkte der Großstädte entlasten.
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