Berlin. Im Jahr 2018 wird die EEG-Umlage für nicht-privilegierte Letztverbraucher 6,792 Cents pro Kilowattstunde betragen. Das haben die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW bekannt gegeben. Damit ist die EEG-Umlage 1,3 Prozent niedriger als im laufenden Jahr (2017: 6,880 ct/kWh).
Die Entwicklung liegt unter anderem an den leicht gestiegenen Preisen an der Strombörse, welche die Differenz zwischen Strompreis und Einspeisetarifen für den erneuerbaren Strom sinken lassen, der durch die EEG-Umlage ausgeglichen wird. Hinzu kommen Überschüsse auf dem von den Übertragungsnetzbetreibern verwalteten EEG-Umlagenkonto. Darauf haben die Stromkunden deutlich mehr eingezahlt, als zur Deckung der Förderung von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen nötig gewesen wäre.
Eine Trendwende markiert die jetzt minimal sinkende EEG-Umlage laut Branchenexperten nicht: Sie rechnen für 2019 wieder mit einer deutlichen Erhöhung. Die Übertragungsnetzbetreiber sind gemäß § 5 EEV verpflichtet, bis zum 15. Oktober eines Kalenderjahres die EEG-Umlage für das folgende Kalenderjahr zu ermitteln und zu veröffentlichen.
