„Immobilienpreise und Mieten variieren erheblich je nach Region“, sagt der Vorsitzende von Haus & Grund Rheinland, Prof. Dr. Peter Rasche. So kann sich beispielweise ein Wohnungskauf im Landkreis Heinsberg eher rentieren als in Essen. Um sich schnell einen Überblick zu verschaffen, helfen zwei Rechenbeispiele um das Kaufpreis-Miete-Verhältnis zu bestimmen: Teilt man den Kaufpreis einer Immobilie durch die Jahresnettokaltmiete und ist das Ergebnis kleiner als 20 kann sich der Kauf lohnen. Ein weiteres Rechenmodell ist es, die Nettokaltmiete als Vergleichsmaßstab zu nutzen. Die Nettokaltmiete setzt sich aus der Miete ohne Heizung, Müllgebühren und weiteren Betriebskosten zusammen. Nun ist der Kaufpreis der Immobilie durch die Jahresnettokaltmiete zu teilen. Bei einem hohen Kaufpreis-Miete-Verhältnis kann sich der Kauf ebenfalls lohnen.
„Bei den Ergebnissen handelt es sich allerdings nur um Orientierungshilfen“, erklärt der Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland, Erik Uwe Amaya. Die Wirtschaftlichkeit eines Immobilienkaufs hängt stark vom Einzelfall, insbesondere vom Eigenkapital, ab. Wichtig sind immer die Lage, die Substanz der Immobilie und die Entwicklung des Wohnungsmarktes in der Region.
Die Immobilienkredite entwickeln sich derzeit noch zugunsten des Immobilenerwerbs. Sicher ist, dass es sich immer lohnt zu rechnen, denn gerade bei knappen Haushaltskassen ist hier unter Umständen ein großes Einsparpotenzial zu erzielen.
