Frühjahrs-Check am Haus: Worauf Eigentümer achten sollten

An Ostern suchen Kinder rund ums Haus nach Ostereiern. Auch Hauseigentümer sollten diese Jahreszeit nutzen, um auf die Suche zu gehen – nach eventuellen Winterschäden am Haus und auf dem Grundstück. Haus & Grund Aachen gibt Tipps, worauf man beim Frühjahrs-Check am Haus und auf dem Grundstück achten sollte und auf was man sich besser nicht einlässt.

StädteRegion Aachen. Hauseigentümer sollten sich im Frühjahr ein Bild vom Zustand ihrer Immobilie und der zugehörigen Außenanlage machen, um mögliche Winterschäden frühzeitig zu entdecken. Das empfiehlt der Eigentümerverein Haus & Grund Aachen. „Die ruhigen Tage rund um Ostern bieten eine gute Gelegenheit dazu, sich anzusehen, wie das Haus den Winter überstanden hat. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Dach, der Fassade und der Außenanlage“, sagt Vorstandsvorsitzender Prof Dr. Dr. Peter Rasche. „Frost und Stürme können über die Wintermonate zu verrutschten oder gerissenen Dachziegeln, beschädigten Regenrinnen und Fallrohren geführt haben. Wer solche kleinen Beschädigungen gleich beseitigen lässt, kann vermeiden, dass Regenwetter zu teuren Feuchtigkeitsschäden führt.“

„Wasser marsch!“ heißt es dagegen im Garten, über den Winter abgestellte Außenwasserhähne werden wieder für die Gartenarbeit benötigt und in Betrieb genommen. „Bevor man das Wasser wieder anstellt, sollte man sich aber vergewissern, dass an Wasserhahn und eventuell freiliegenden Leitungen keine Schäden erkennbar sind“, gibt Rasche zu bedenken. Eigentümer sollten sich außerdem die Wegeführung auf ihrem Grundstück ansehen: Pflastersteine oder Gehwegplatten können sich über den Winter gelöst oder verschoben haben. „Solche Stolperfallen müssen Eigentümer im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht zügig beheben“, sagt Tobias Hundeshagen, Geschäftsführer von Haus & Grund Aachen.

Fassade prüfen: Welche Veränderungen sind harmlos, welche nicht?

Er empfiehlt außerdem, sich die Fassade des Hauses genauer anzusehen: „Zeigen sich Frostschäden wie Risse in der Fassade? Haben sich kleinere, bereits vorhandene Risse über den Winter vergrößert? Gibt es Flecken auf dem Mauerwerk oder gar eine Blasenbildung und ähnliche Hinweise darauf, dass Feuchtigkeit in die Fassade eingedrungen ist? Wenn ja, dann sollte man das vom Fachmann abklären lassen.“ Gerät Feuchtigkeit hinter die Außenfassade in die Dämmung, kann das teure Folgen verursachen, weil schlimmstenfalls das gesamte Dämmmaterial ausgetauscht werden muss. 

Eine grün-graue Algenbildung an der Fassade ist dagegen unproblematisch und kann als Hinweis darauf gewertet werden, dass die Fassade gut gedämmt ist. „Eine Algenbildung weist in der Regel nicht auf Schäden hin, sieht aber auch nicht gut aus. Sie kann mit einem Reinigungsmittel entfernt werden“, erklärt Hundeshagen. Zugleich warnt der Jurist vor Geschäftemachern an der Haustür: „Immer wieder wird im Frühjahr von unseriösen Anbietern berichtet, die von Haus zu Haus gehen und an der Haustür eine sofortige Dach- oder Fassadenreinigung und Ähnliches anbieten.“ Auf solche Angebote sollte man sich nicht einlassen: „Hierbei handelt es sich oft um minderwertige, überteuerte Leistungen. Seriöse Handwerker bieten ihre Dienste nicht von sich aus an der Haustür an“, rät Hundeshagen zu gesundem Misstrauen. Mehr dazu lesen sie hier.

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