Koch Immobilien GmbH

Ein eigener Pool im Garten steht für Erholung, Lebensqualität und Urlaubsgefühl zu Hause. Doch sein Einbau ist ein anspruchsvolles Projekt, das sorgfältige Planung und fundierte Entscheidungen erfordert. Von rechtlichen Vorgaben über technische Fragen bis hin zu Umweltaspekten gibt es zahlreiche Punkte, die vor dem ersten Spatenstich bedacht werden sollten.

Berlin. Es gibt verschiedenste Schwimmbad-Typen, die sich in Kosten, Bauaufwand und Lebensdauer unterscheiden. Die einfachste Variante sind Aufstell-Pools, die vergleichsweise günstig und schnell montiert sind sowie keine größeren Erdarbeiten erfordern. Jedoch sollte auch hier ein tragfähiger und ebener Untergrund geschaffen werden. Der Vorteil liegt darin, dass man sich nicht dauerhaft auf einen Standort festlegt, allerdings ist der Einstieg über eine Poolleiter nötig.

Optisch ansprechender, hochwertiger und kostenintensiver sind Einbau-Pools aus Kunststoff, Stahl oder Beton. Besonders beliebt sind Stahlwand-Pools, die als Aufsteller genutzt, aber auch teilweise oder ganz in den Boden eingelassen werden können. In jedem Fall sind hier der Aushub einer Baugrube, ein stabiler Unterbau wie ein Betonfundament sowie eine Hinterfüllung, zum Beispiel mit Magerbeton oder Drainagekies, nötig. 

Es sollten die Herstellerangaben zum Einbau beachtet werden, da Montagefehler zu einer Verformung von Stahlwänden und Schäden am Pool führen können. In den Boden eingelassene Pools bieten eine harmonischere Einbindung in den Garten, einen erleichterten Einstieg und sind optisch ansprechender als Aufstell-Modelle. Allerdings sind sie mit höheren baulichen Erfordernissen und Kosten verbunden und können nur mit hohem Aufwand rückgebaut werden.

Standortwahl und Sicherheit

Der Standort beeinflusst sowohl den Komfort als auch die laufenden Kosten. Idealerweise liegt der Pool sonnig, um das Wasser natürlich zu erwärmen, nicht direkt unter Bäumen, um Laub und Verschmutzungen zu vermeiden und in der Nähe von Hausanschlüssen für Strom und Wasser. Vor allem bei Einbau-Pools sollte der Standort gut überlegt sein, da er von Dauer ist. Besonders in Haushalten mit Kindern und Haustieren sind Sicherheitsfaktoren essenziell. Stabile Abdeckungen tragen nicht nur zur Sicherheit bei, sondern schützen auch vor Verunreinigungen und Wasserverdunstung.

Ein funktionierender Pool benötigt eine zuverlässige Technik: Herzstück ist die Filteranlage, die für dauerhaft sauberes Wasser sorgt. Sie entfernt Verschmutzungen aus dem Wasser, wobei der Einsatz von Chemie reduziert und das Wasser in hygienischem Zustand gehalten wird. Die Pumpe arbeitet eng mit der Filteranlage zusammen und sorgt für die Wasserzirkulation. Sie saugt das Wasser aus dem Becken an und leitet es durch die Filtereinheit zurück in den Pool. Nur eine kontinuierliche Wasserzirkulation entfernt Verunreinigungen effektiv und gewährleistet die gleichmäßige Verteilung von Chlor. Eine gute Filteranlage muss zur Poolgröße passen und ausreichend Leistung bringen.

Pflege, Reinigung und Wasserqualität

Doch allein mit einer Filteranlage ist es nicht getan: Ein Pool erfordert regelmäßige Pflege wie die pH-Wert-Kontrolle, Desinfektion (zum Beispiel durch Chlor) sowie die Reinigung von Becken und Filteranlage. Ein Pool-Saugroboter befreit den Boden und die Wände von Schmutzpartikeln, während mit dem Kescher grobe Verunreinigungen auf der Wasseroberfläche entfernt werden.

Muss das Wasser abgelassen werden, sollte einige Tage vor dem Austausch nicht mehr gechlort werden und der Chlorgehalt im Idealfall beim Abpumpen bei null liegen. Über einen Schlauch kann das Wasser dann in der Regel in die Kanalisation gepumpt werden. Da die kommunalen Regelungen hierzu variieren, sollte man sich unbedingt vorher bei der Gemeinde erkundigen. Eine Versickerung im Garten (bei kleinen Pools) ist nur bei chlorfreiem Wasser zulässig. Das Ablassen in Oberflächengewässer ist grundsätzlich verboten beziehungsweise erlaubnispflichtig.

Nachhaltigkeit und Umweltaspekte

Grundsätzlich stellt sich auch die Frage, ob ein privater Pool bei immer trockener werdenden Sommern noch zu vertreten ist. Aber: Moderne Pools können durchaus energieeffizient betrieben werden. Sparsame Pumpen, Solarabdeckungen und -heizungen helfen, Ressourcen zu schonen. Auch der bewusste Umgang mit Wasser und Chemikalien trägt zur Umweltverträglichkeit bei. Der größte Wasserbedarf entsteht einmalig bei der Erstbefüllung. Im laufenden Betrieb muss – bei guter Abdeckung – nur wenig Wasser nachgefüllt werden. 

Denn der größte Wasserverlust entsteht durch Verdunstung – besonders bei Hitze und Wind. Solar- oder Sicherheitsabdeckungen reduzieren die Verdunstung erheblich und sollten bei Nichtnutzung stets zum Einsatz kommen. Je nach Pflege und Wasserzustand muss der Pool auch nicht zwangsweise alljährlich neu befüllt werden. Eine regelmäßige Rasen- oder Pflanzenbewässerung im Sommer kann zum Beispiel deutlich mehr Wasser verbrauchen als ein abgedeckter Pool.

Dennoch sollten sich Pool-Besitzer darüber im Klaren sein, dass in immer mehr Regionen zeitweise Einschränkungen für Gartenbewässerung und Pool-Befüllung gelten können. In Trockenperioden kann die Befüllung somit zeitlich eingeschränkt sein. Wer ein eigenes Schwimmbad plant, sollte sich darüber bewusst sein, dass diesbezügliche kommunale Regelungen künftig strenger werden können.

 

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