Alsdorf/StädteRegion Aachen. Der Eigentümerverein Haus & Grund Aachen hat die Höhe der Müllgebühren in den 100 nach der Einwohnerzahl größten Städten Deutschlands untersucht. Das Müllgebührenranking 2026 zeigt: „Unter den 10 deutschen Großstädten mit den höchsten Müllgebühren finden sich 6 Städte aus Nordrhein-Westfalen, unter den 15 Letztplatzierten im Ranking sind 10 NRW-Städte“, berichtet Prof. Dr. Dr. Peter Rasche, Vorstandsvorsitzender von Haus & Grund Aachen. „Als einzige NRW-Kommune hat es Essen in dem Ranking unter die Top-10 der günstigsten Kommunen bei den Müllgebühren geschafft und belegt bundesweit den sechsten Platz.“
NRW-Schlusslicht ist Bergisch Gladbach. Die Stadt steht auch bundesweit auf dem letzten Platz des Rankings. Dort zahlt die für das Ranking angenommene vierköpfige Musterfamilie jährlich 477,84 Euro für den vierzehntägigen Teilservice der Müllabfuhr. Zum Vergleich: In Ratingen würden dafür nur 208,80 Euro fällig. Beim bundesweiten Spitzenreiter Flensburg kostet dagegen ein vierzehntägiger Vollservice nur 162,60 Euro. Beim Teilservice muss der Bürger die Mülltonne selbst an die Straße stellen, beim Vollservice holen die Müllwerker die Tonne von ihrem Abstellort auf dem Grundstück ab. Nicht alle Städte bieten das an.
Entwicklung der Müllgebühren lokal sehr unterschiedlich
„Unter den Schlusslichtern des Rankings mit besonders hohen Müllgebühren finden sich außerdem die Städte Lünen, Leverkusen, Köln, Dortmund und Mönchengladbach“, berichtet Tobias Hundeshagen, Geschäftsführer von Haus & Grund Aachen. „Sie alle liegen unter den teuersten 10 in Deutschland. Auch Hagen, Iserlohn, Remscheid, Moers und Wuppertal fallen durch schlechte Platzierungen auf.“ Unter den Top-10 der NRW-Großstädte mit den günstigsten Müllgebühren finden sich dagegen hinter Essen, Bottrop und Ratingen noch Bielefeld, Gelsenkirchen, Bonn, Krefeld, Duisburg, Neuss und Siegen.
Dabei entwickeln sich die Kosten lokal sehr unterschiedlich. Verglichen mit der letzten Ausgabe des Rankings aus dem Jahr 2022 zeigt sich: „Während die Müllgebühren in Neuss durch ein reduziertes vorgeschriebenes Mindestvolumen um über 20 Prozent gesunken sind, stiegen die Gebühren in Wuppertal um über 30 Prozent“, rechnet Prof. Dr. Dr. Peter Rasche vor. „Die Müllgebühren sind Teil der Wohnkosten eines jeden Haushalts, betreffen Mieter und selbstnutzende Eigentümer gleichermaßen. Kommunen, die bezahlbares Wohnen stärken wollen, sollten darüber nachdenken, wie sie zu günstigeren Müllgebühren kommen können“, resümiert Tobias Hundeshagen mit Blick auf die neuen Zahlen. Zudem sei mehr Transparenz bei den Gebührenordnungen nötig.
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Müllgebührenranking 2026 (PDF, 2,3 MB)
Müllgebührenranking – Rangliste NRW (PDF, 255 KB)
