Wiesbaden. Die Preise für Wohnimmobilien legen in Deutschland seit einem Jahr wieder zu. Auch im dritten Quartal 2025 sind die Kaufpreise wieder deutlich gestiegen – bundesweit im Schnitt um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Von dem Preisanstieg waren alle Regionen in Deutschland betroffen. Das hat das Statistische Bundesamt kürzlich mitgeteilt. Demnach legten die Immobilienpreise im Vergleich mit dem direkt vorangegangenen Quartal um 1,0 Prozent zu.
Diese Steigerungsraten bei den Wohnimmobilienpreisen sind zwar noch vergleichsweise gering, wenn man auf die letzten Jahre blickt. Im dritten Quartal 2021 waren die Preise noch um 12,8 Prozent in die Höhe geschnellt. Allerdings ist die Phase sinkender Immobilienpreise, die vom 4. Quartal 2022 bis zum 3. Quartal 2024 gedauert hatte, damit definitiv Geschichte, der Trend zu steigenden Preisen hat sich stabilisiert.
Am stärksten gestiegen sind die Preise für den Kauf einer Eigentumswohnung. Solche Objekte kosteten in dicht besiedelten ländlichen Kreisen im 3. Quartal 2025 stolze 5,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Im gleichen Zeitraum kamen kreisfreie Großstädte auf einen Preisanstieg von 5,0 Prozent bei Eigentumswohnungen, städtische Kreise auf 4,7 Prozent. Nur in dünn besiedelten ländlichen Kreisen war der Preisanstieg mit 2,6 Prozent bezogen auf den Bundesdurchschnitt unterdurchschnittlich.
Preisanstieg beim Einfamilienhaus verhaltener
Deutlich näher am Bundesdurchschnitt lag die Verteuerung von Einfamilienhaus bzw. Zweifamilienhaus. Solche Objekte verteuerten sich in städtischen Kreisen um 3,6 Prozent, in kreisfreien Großstädten um 3,5 Prozent und in dünn besiedelten ländlichen Kreisen um 3,2 Prozent. Die sieben größten Metropolen Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf) kommen auf ein Plus von 2,7 Prozent zum Vorjahresquartal. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen waren es dagegen nur 1,1 Prozent Preisanstieg.
Auch die Eigentumswohnung kommt in den Top-7-Metropolen interessanterweise nur auf eine Preissteigerung von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Verglichen mit dem 2. Quartal 2025 entwickelten sich die Preise ebenfalls fast überall nach oben – nur Ein- und Zweifamilienhäuser in dicht besiedelten ländlichen Kreisen (-0,5 Prozent) und Eigentumswohnungen in dünn besiedelten ländlichen Kreisen (-0,9 Prozent) kamen auf leicht rückläufige Preise – allerdings nahe an dem, was als Stagnation gewertet werden kann.
